An(ge)dacht

Liebe Besucher unserer Internetseite,

Die Ostergeschichten der Bibel erzählen von Bewegung, Verwandlung, Begegnungen, vom Aufbruch aus der Erstarrung. In Ihnen sind Menschen unterwegs und sie werden dabei verwandelt. Sie sind hineingenommen in die große Veränderung, die der auferstandene Christus in die Welt gebracht hat. Die Frauen sind unterwegs zum Grab. Zwei Jünger unterwegs von Jerusalem nach  Emmaus. Andere Jünger sind unterwegs in Richtung Galiläa. Alle diese Wege führen aus der Erstarrung in neues Leben, aus dem Dunkel ins Licht, aus dem Grau in die Farbigkeit des Lebens. Die in ihrer Trauer noch erstarrten Frauen am Grab hören die Worte: »Er wird vor euch hergehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen«.

Warum Galiläa? Das ist mehr als nur eine geographische Angabe. Galiläa steht für die Rückkehr an die Arbeit, in den Alltag des Fischerdaseins. Es steht für die ganz normalen Wochen, die noch auf jedes frohe Fest folgten. Die hohe Zeit mit Jesus von Nazareth ist vorbei, die Welt ist wieder durchwachsen und temperiert. Aber die helle Nachricht heißt: Er wird vor euch hergehen nach Galiläa. Euer Alltag steht in einem neuen Licht. Galiläa, das steht schon bei Jesaja, ist das Gebiet, in dem die Heiden zuhause sind. Die, denen man eingeredet hat, mit ihnen könne Gott nichts anfangen. Eben da will sich der Auferstandene seinen Leuten zeigen, um aller Welt bekannt zu werden. Also: Wenn ihr all das begreif, dann werdet ihr nie mehr ohne ihn sein. Ihr werdet nie mehr allein sein mit eurer Arbeit, mit euch selbst, mit den ungelösten Fragen eures Lebens. Der Auferstandene wird dabei sein, weil er selber all das durchhat. Das ist die große österliche Nachricht. Vor allem aber gibt er eurer Hoffnung Farbe.

Ihre Pfarrer Burkhard Nitzsche

Monatspruch April

Jesus Christus spricht:
Siehe, ich bin bei euch
alle Tage
bis an der Welt Ende. 

Matthäus 28,20

Magnolie Pfarrgarten Copitz