An(ge)dacht

Liebe Gemeinde,

mit einem Zuspruch dürfen wir durch das beginnende neue Jahr gehen. Gott verspricht uns, unseren Durst zu stillen. Durst nach Leben ist gemeint, unsere Sehnsucht danach, richtiges Leben zu finden.

Zu Gott, der sich als Kind in unser Leben aufgemacht hat, können wir all unsere Sehnsucht tragen. Zu ihm hin tragen wir unsere Sehnsucht nach Gerechtigkeit, für uns und die Welt. Weil wir spüren, nur mit mehr Gerechtigkeit, mit gegenseitiger Anerkennung unter uns, mit Achtsamkeit füreinander, nur so wird Leben im Miteinander besser.

Zur Krippe tragen wir unsere Sehnsucht nach Freiheit für uns und die Welt. Wir selbst wollen frei werden von den Zwängen, von denen wir uns gefangen nehmen lassen. Frei von den Zwängen der Pläne, der Rollen, in die wir gepresst werden, frei von den Zwängen der Wirtschaftlichkeit. Freiheit ersehnen wir mit den Menschen in der Welt, die sich unterdrückt und fremdbestimmt fühlen müssen.

Wir suchen unseren Durst nach Liebe zu stillen. Liebe, die sich ereignet als wirkliches Leben für uns. Dass wir in aller Auseinandersetzung, in die wir immer wieder hineingeraten, die Kraft der Versöhnung in uns finden, ist unsere Sehnsucht.

Wenn wir mit solchem Durst, wenn wir mit solchen Sehnsüchten kommen, dann sind wir auf der Seite des Lebens. Wir sind auf der Seite des Lebens, wie es Gott will – für uns und die Menschen mit uns. Dahinein will sich Gott selbst mit seiner lebensspendenden Kraft ergießen, ganz ohne Vorbedingungen – umsonst.

Denn er spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. (Offenbarung 21,6)

Eine gnadenreiches Jahr 2018
wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Cornelius Epperlein

Monatspruch Januar

Der siebte Tag ist ein Ruhetag,
dem Herrn, deinem Gott, geweiht.
An ihm darfst du keine Arbeit tun:
du und dein Sohn und deine Tochter
und dein Sklave und deine Sklavin
und dein Rind und dein Esel
und dein ganzes Vieh
und dein Fremder in deinen Toren.

5.Mose 5,14

Jahreslosung 2018