An(ge)dacht

Liebe Besucher unserer Internetseite,

das neue Jahr schreitet voran. Wir sind dabei. Am 2. Februar endet mit dem letzten Sonntag nach Epiphanias und Lichtmess der Weihnachtsfestkreis im Kirchenjahr. Wir gehen auf die Passionszeit zu. Wir sind sozusagen in unseren Kirchen mit Jesus auf dem Weg nach Jerusalem.
Die Jünger erhofften sich damals von dieser Reise nach Jerusalem, dass endlich Jesus als der versprochene Messias seine Herrschaft antritt und so alles von den Propheten über ihn Gesagte in Erfüllung geht.
Aber es kam so anders. Diese Reise war am Ende  für sie alles andere als ein Triumpfzug!

Jesus hatte zwar seinen Jüngern klar gesagt: „Der Menschensohn wird überantwortet werden den Heiden, und er wird verspottet und misshandelt und angespien werden, und sie werden ihn geißeln und töten; und am dritten Tage wird er auferstehen.“
Aber das entsprach so gar nicht ihren Erwartungen und Hoffnungen, sodass sie es nicht verstehen konnten.

Wir aber, die wir das Geschehen vom Ende her kennen, wissen natürlich, dass Jesus diesen Weg geht, um nicht nur unser Leben zu leben, sondern auch unsern Tod zu sterben. Wir wissen, dass er am Ende dieses Weges den Tod besiegt und uns das Leben gebracht hat.

So können wir dankbar und staunend unseren Blick auf die kommenden Wochen bis Ostern richten.

Glaubend mit Jesus nach Jerusalem gehen, um unter dem Kreuz und dann am leeren Grab zu stehen.

Ihr Pfarrer Andreas Günzel

Monatspruch Februar

Ihr seid teuer erkauft;
werdet nicht
der Menschen Knechte..

1.Korinther 7,23

Einzug in Jerusalem

Einzug in Jerusalem
von Duccio die Buoninsegna
(Altarretabel des Sieneser Doms, Rückseite)

Ein Taufbekenntnis

Ich bin getauft.
Ich bin unterwegs mit allen,
die zum Volk Gottes gehören.
Ich glaube,
dass Gott mich zu einem guten Ziel führt.
Ich lebe in der Freiheit, die er mir schenkt.
Ich bekenne mich
zur Gemeinschaft aller Getauften.
Deshalb will ich suchen, was Frieden schafft,
tun, was der Gerechtigkeit dient,
wählen, was Leben fördert.
Ich weiß, wie schwer es mir fällt,
dieses durchzuhalten.
Darum bin ich froh, dass Gott mir vergibt.
Es gebe mir zum Wollen auch das Vollbringen.
Amen