An(ge)dacht

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Internetseite,

wie schauen wir auf die Welt? Was lässt sie uns sehen? Und was leiten wir daraus für uns selbst und unser Handeln ab? Von welchen Zukunftsgedanken also lassen wir uns leiten?

Dies sind alles Fragen am Anfang des neuen Jahres. Fragen, die sich auch an die Frage im Spruch für diesen ersten Monat im Jahr 2021 anschließen. Es sind Fragen, die in eine Bitte an Gott münden, so wie es der Psalmbeter tut. Es ist die Bitte darum, dass uns das Licht der göttlichen Liebe erkennbar bleibt. Ein Licht von dem wir glauben dürfen, dass es immer und in alle Situationen unseres Lebens leuchtet. Es ist an uns, unsere Dunkelheiten davon beleuchten zu lassen und von seiner Wärme umfasst zu sein. Und daraus für unser Leben etwas zu machen. Mir helfen dabei die Gedanken von Dietrich Bonhoeffer aus seiner Schrift "Widerstand und Ergebung":

Es ist klüger, pessimistisch zu sein; vergessen sind die Enttäuschungen und man steht vor den Menschen nicht blamiert da. So ist Optimismus bei den Klugen verpönt. Optimismus ist in seinem Wesen keine Ansicht über die gegenwärtige Situation, sondern er ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignieren, eine Kraft, Rückschläge zu ertragen, eine Kraft, die die Zukunft niemals dem Gegner lässt, sondern sie für sich in Anspruch nimmt. Es gibt gewiss auch einen dummen, feigen Optimismus, der verpönt werden muß. Aber den Optimismus als Willen zur Zukunft soll niemand verächtlich machen, auch wenn er hundertmal irrt; er ist die Gesundheit des Lebens, die der Kranke nicht anstecken soll.

Es gibt Menschen, die es für unernst, Christen, die es für unfromm halten, auf eine bessere irdische Zukunft zu hoffen und sich auf sie vorzubereiten. Sie glauben an das Chaos, die Unordnung, die Katastrophe als den Sinn des gegenwärtigen Geschehens und entziehen sich in Resignation oder frommer Weltflucht der Verantwortung für das Weiterleben, für den neuen Aufbau, für die kommenden Geschlechter. Mag sein, dass der Jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gerne die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.

Mit herzlichen Grüßen von allen Mitarbeitenden und dem Kirchenvorstand wünsche ich:
Bleiben Sie behütet!

Pfarrer Cornelius Epperlein

Monatsspruch Januar

Viele sagen: "Wer wird uns Gutes sehen lassen?" HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!

Psalm 4,7

Wanderweg am Eisfjord, Ilulissat, Grönland

Psalm am Neujahrstag

In dem Namen Jesu sollen sich beugen alle Knie 
und alle Zungen sollen bekennen,
dass Jesus Christus der Herr sei.

HERR, unser Herscher,
wie herrlich ist dein Name in allen Landen,
der du zeigst deine Hoheit am Himmel!

Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
und des Menschen Kind,
dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott,
ihn gekrönt mit Ehre und Herrlichkeit.

Du hast ihn zum Herrn gemacht
über deiner Hände Werk,
alles hast du unter seine Füße getan.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Psalm 8 - Leitvers Philipper 2,10-11