An(ge)dacht

Liebe Besucher unserer Internetseite,

wir müssen mal miteinander reden. Also nicht unmittelbar Sie und ich. Aber wir immer wieder. Als Menschen, die im Miteinanderreden gut etwas ausmachen können: für sich selbst, für den anderen und für die Beziehung, die uns je ganz eigen verbindet.

Wir müssen miteinander reden! Miteinander bewusst zu kommunizieren ist ganz wichtig. Und es ist wichtig, im jedem Gespräch Rücksicht zu nehmen und gleichzeitig wahrhaftig zu sein. Es ist wichtig, uns gut zu überlegen, was unsere Worte bewirken. Wenn wir einander etwas Gutes tun wollen, dann sollten wir uns auch gute Worte sagen: „Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“ (Sprüche 16,24)

Mit dem Monatsspruch für den Monat Juni werden wir ebenso zu bewusster Kommunikation eingeladen, wie mit dem Bibelwort, dass über dem Monat Juli steht: „Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ (Jakobus 1,19)

Wie weise, was uns da mit auf den Weg gegeben wird: Gelingende Beziehung wächst aus gelingender Kommunikation.

Und dabei ist das Ohr das wichtigste Organ, nicht die Zunge. Was wir sagen wollen und müssen, sollte immer diesen Weg nehmen: Mein Ohr hört. Mein Herz liebt. Meine Zunge spricht. So wird das Gesagte vielleicht wirklich zu Honigseim, der Wunden heilt, der Freuden teilt, der Problemen eine Lösung anbietet, der Trost gebiert und frohes Lachen möglich mach.

Bald steht die Zeit des Sommers, der Ferien und des Urlaubs vor vielen von uns. (Das Bild nebenan ist an einem schönen Urlaubstag im Straßburger Münster entstanden.) Die Zeit des Sommers, der Ferien und des Urlaubs kann immer wieder auch bewusste Auszeit und bewusste Zeit des Ausprobierens sein. Es kann Zeit sein, die anders ist, als der Alltag, in den wir uns vielleicht manches Mal zu sehr eingeübt haben. Gerade auch und dann, wenn die Zungen um uns herum wirklich fremd, weil fremdsprachlich sind, mag uns diese Übung gut tun: Mein Ohr hört. Mein Herz liebt. Meine Zunge spricht.

Und irgendwie und ganz besonders mögen wir uns mit anderen verstehen, selbst dann, wenn eigentlich gar nicht wirklich klar und bis auf das Letzte verstanden ist, was wir einander an Inhalten gesagt haben. „Freundliches Reden“ wie es im Sprüchebuch der Bibel benannt ist, hat ganz gewiss immer ein Lächeln im Gesicht.

So müssen wir miteinander reden.

Ihre Pfarrer Cornelius Epperlein

Monatspruch Juli

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören,
langsam zum Reden,
langsam zum Zorn.

Jakobus 1,19

Straßburger Münster

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