An(ge)dacht

Liebe Besucher unserer Internetseite,

für das neu begonnene Jahr werden wir mit der Jahreslosung in Bewegung gebracht. Wir sollen aufspüren und festhalten, was wohl weder ganz einfach zu finden ist noch selbstverständlich und ohne Mühe fester Bestandteil unseres Lebens ist. Frieden ist nicht selbstverständlich. Es braucht unsere Bewegung auf ihn zu und hinter ihm her, dass er einzieht in unsere Welt. Aber genau das ist unser Auftrag. Diesen Auftrag Gottes im 34. Psalm gibt einer weiter, der für sich erfahren hat, dass Gott es so will. Da spricht einer, der in seinem eigenen Behütetsein durch Gott seinen Frieden gefunden hat.

So hören wir mit diesem Auftrag an uns auch, dass Frieden von Gott her schon in die Welt gelegt ist, wir müssen ihn finden, ihn aufnehmen, ihn leben – immer wieder neu. Weil er ein so flüchtiges Wesen ist, der sich schnell von unseren unangenehmen Eigenschaften verjagen lässt.

Wie das geht? Auf die Spur kommen können wir dafür wohl mit einem Gedicht von Schalom Ben-Chorin.

Wer Frieden sucht
wird den anderen suchen
wird Zuhören lernen
wird das Vergeben üben
wird das Verdammen aufgeben
wird vorgefasste Meinungen zurücklassen
wird das Wagnis eingehen
wird an die Änderung des Menschen glauben
wird Hoffnung wecken
wird dem anderen entgegenkommen
wird zu seiner eigenen Schuld stehen
wird geduldig dranbleiben
wird selber vom Frieden Gottes leben –
Suchen wir den Frieden?

Wenn ja, dann haben wir manches vor – auch 2019.
Ihr Pfarrer Cornelius Epperlein

Epiphanias
Gottes Erscheinen in unserer Welt
Gottes Einladung an alle Menschen

Kathedrale Autun Traum der Könige

Auch ohne Weihnachten
auch ohne dem Kind in der Krippe
wäre alles das Gleiche
Gott wäre kein anderer, als der, der Leben will.

Aber für uns Menschen hat er dies verstehbar gemacht
für uns Menschen hat er sich zu uns begeben
für uns Menschen ist er unter Menschen erschienen.
Das heißt Epiphanie.

Gott ist uns nahe, weil er es will.

Und wenn wir ihn suchen, ist er immer schon da.
Darum dürfen wir von ihm alles erwarten.
Darum ist für uns doch alles anders,
darum dürfen wir uns der Hoffnung hingeben,
wie sie der Spruch des Epiphaniasfestes benennt:

Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint jetzt.
(1 Johannes 2,8b)

Eine Predigt zum Epiphaniasfest unter der dem Thema: „Suchende, die sich von Gott anrühren lassen.“ können Sie hier nachlesen.

Monatspruch Januar

Gott spricht:
Meinen Bogen habe ich gesetzt
in die Wolken;
der soll das Zeichen sein
des Bundes
zwischen mir und der Erde. 

1.Mose 9,13

Regenbogen über Kloster Neuzelle

Kloster Neuzelle